Telekom Vertrag vorzeitig ändern

Der Teil des ausstehenden Transaktionspreises, der auf Leistungsverpflichtungen zurückzuführen ist, die am Ende des Berichtsjahres nicht oder in einigen Fällen noch nicht erfüllt wurden, wird in der Regel als Umsatz über die verbleibende Laufzeit der abgeschlossenen Dienstleistungsverträge erfasst. Da die meisten Dienstleistungsverträge – sofern sie nicht jederzeit gekündigt werden können – eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten haben, kann von einer durchschnittlichen Restlaufzeit von ca. 12 Monaten ausgegangen werden, sofern der Geschäftsverlauf im Massengeschäft nahezu unverändert bleibt. Die Angaben beziehen sich nur auf Transaktionen im Anwendungsbereich von IFRS 15, d. h. sie enthalten keine Teile des Transaktionspreises, die Leistungsverpflichtungen außerhalb des Geltungsbereichs des Standards zugeordnet werden, z. B. Leasingverträge. In diesem Papier wurden die drei Merkmale erörtert, die ein langfristiges Vertragsverhältnis aus regulatorischer Sicht definieren: anfängliche Verpflichtungsperiode, Verlängerung und Änderung. Es wurde gezeigt, dass jedes der Merkmale von einer Fülle von Faktoren geprägt ist, von technologischen Fortschritten bis hin zu kulturellen und politischen Überzeugungen. Außerdem stellt sich heraus, dass jedes der Merkmale, wenn es getrennt verglichen wird, ein unterschiedliches Verbraucherschutzniveau vorsieht, wenn man es einmal zusammengenommen, das Schutzniveau (ob durch Regulierung oder Marktdruck) in jedem der Rechtsordnungen ähnlich sieht, es sei denn, es hat einen drastischen Regulatorischen Eingriff gegeben (der dann erhebliche Auswirkungen auf den Preis hat). Wenn beispielsweise eine Gerichtsbarkeit dem Dienstleistungserbringer mehr Macht in Bezug auf den anfänglichen Verpflichtungszeitraum einräumt, neigt sie dazu, dem Verbraucher mehr Schutz in Bezug auf die Erneuerung und Änderung zu bieten. Bestimmte erhöhte Schutzmerkmale werden gegen niedrigere Schutzniveaus in Bezug auf einen anderen Aspekt des Vertrags eingetauscht.

Diese Feststellungen können auf andere Arten von langfristigen Verträgen übertragen werden, da die kommerziellen Interessen denen in der Mobilfunkindustrie ähneln. Unterschiede treten nur dann auf, wenn die Regulierung eines bestimmten Marktes sehr starke politische Ziele verfolgt, die für diesen Markt spezifisch sind, wie die Einführung eines stärkeren Wettbewerbs auf dem kanadischen Mobilfunkmarkt. Ein ähnlicher Kompromiss zeigt sich auch im englischen Ansatz. Die anfängliche Verpflichtungsfrist ist auf 24 Monate begrenzt, obwohl dies ein europäischer Einfluss ist, und der Dienstleister kann die Vertragsbedingungen einigermaßen leicht ändern. Es besteht jedoch keine Möglichkeit für den Anbieter, den Vertrag ohne ausdrückliche Zustimmung des Kunden über eine einmonatige rollierende Basis hinaus zu verlängern. Im Vergleich zu Deutschland verlängern sich Mobilfunkverträge im Vereinigten Königreich weniger leicht, können aber leichter geändert werden, wodurch ein Gleichgewicht zwischen den Interessen der Parteien gefunden wird, das nicht weit von der Ausgewogenheit des deutschen Rechts entfernt ist.